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Zwei anonyme Stimmen berichten aus dem Iran und entwerfen ein literarisches Porträt einer Stadt am Abgrund: Nila (Pseudonym) erzählt in Auf den Straßen Teherans von ihrem Alltag als Aktivistin. Raha Nik-Andish (Pseudonym) hält in Teheran Tagebücher: Nachrichten aus einem belagerten Land die Ereignisse um die militärische Eskalation „Epic Fury“ fest. Laura Palacios liest aus beiden Texten, die Schriftstellerin Asal Dardan ordnet ein und gibt Kontext. Auf den Straßen Teherans Von Nila übersetzt von Asal Dardan Nach dem Tod von Mahsa Jina Amini im September 2022, der landesweite Proteste auslöste, geht auch Nila auf die Straße. Die Angst ist der ständige Begleiter der Frauen, die gemeinsam für ihre Rechte kämpfen - bedroht und eingeschüchtert von der berüchtigten Sittenpolizei, die wahllos verhaftet, foltert und tötet. Eindringlich und bewegend schildert Nila ihre persönlichen Erfahrungen als Aktivistin auf den Straßen Teherans und setzt diese in den Kontext einer langen Geschichte weiblicher Stärke in Iran. Teheran Tagebücher: Nachrichten aus einem belagerten Land Von Raha Nik-Andish übersetzt von Asal Dardan Der Himmel über Teheran ist schwarz. Der US-israelische Krieg hat begonnen, es regnet Öl, unter den Trümmern liegen Leichen. Der Oberste Führer Chamenei ist tot. Die Menschen singen und tanzen an den Gräbern ihrer Toten – ein Zeichen des Widerstands. Was bedeutet es, in einem Zustand der Belagerung zu leben? Wo Unterdrückung und die totale Angst zum Alltag gehören? Raha Nik-Andish, ein ganz gewöhnlicher Einwohner Teherans, dokumentiert das Leben im Iran in den Monaten und Tagen vor dem Kriegsausbruch und währenddessen. Ein einzigartiges Dokument – so unmittelbar und ergreifend wie ein letztes Aufbäumen gegen die Dunkelheit.