Ausstellung
Langemarckstraßen – in Freiburg und anderswo
In mehr als 30 deutschen Städten findet sich der Name "Langemarck" in der Bezeichnung von Straßen und Plätzen. Er nimmt Bezug auf das Gefecht bei Langemarck im November 1914, das wegen der vermeintlich hohen Zahl von kriegsfreiwilligen Studenten unter den Toten schon während des Ersten Weltkriegs als "Opfergang der deutschen Jugend" verklärt und zu einem der wirkmächtigsten Mythen der Zwischenkriegszeit wurde. Der Jahrestag des Ereignisses gab in der Weimarer Republik und in der Zeit des Nationalsozialismus Anlass zu vielfältigen Formen des Gedenkens in Veranstaltungen, Publikationen und eben auch der Sichtbarmachung im öffentlichen Raum durch Denkmäler und Straßenbenennungen.
In Freiburg trägt seit 1934 die zentrale Achse des Wohngebiets "Westlich der Merzhauser Straße" die Bezeichnung "Langemarckstraße". Zeitgleich erhielten auch die benachbarten Straßenzüge Namen mit Bezug zum Ersten Weltkrieg.
Mit dem "Mythos Langemarck", der Entstehung und Namensgebung der Freiburger Langemarckstraße, aber auch mit dem öffentlichen Diskurs um diese Benennung seit dem Zweiten Weltkrieg beschäftigt sich die Ausstellung des Stadtarchivs. Sie entstand als Teil einer Wanderausstellung im Rahmen eines gemeinsamen Erinnerungs- und Friedensprojekts der heutigen belgischen Gemeinde Langemark-Poelkapelle, des "In Flanders Fields Museum" in Ieper/Ypern und der University of Kent und wurde/wird auch in anderen Städten mit Langemarckstraßen gezeigt.
Öffnungszeiten: Die Ausstellung kann während der Öffnungszeiten des Stadtarchivs besucht werden:
- Montag, Dienstag, Donnerstag: 10–16 Uhr
- Mittwoch: 10–18 Uhr
Öffentliche Führungen: Jeden Mittwoch um 15 Uhr.
Eintritt frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Ausstellungsdauer: Die Ausstellung ist bis zum 16. Juni im Stadtarchiv zu sehen.
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