Wiwili-Brücke
Historische, denkmalgeschützte Fachwerkbrücke von 1886 zwischen Altstadt und Stühlinger. Die „Blaue Brücke“ ist ein markantes Freiburger Wahrzeichen für Radfahrende und Fußgänger.
Die Wiwili-Brücke, im Freiburger Sprachgebrauch meist „Blaue Brücke“ genannt, zählt zu den markantesten Bauwerken der Stadt. Die 1886 errichtete Fachwerkbrücke verbindet die Altstadt mit dem Stadtteil Stühlinger und überspannt die Gleisanlagen des Freiburger Hauptbahnhofs. Entworfen wurde sie vom Architekten Max Meckel, der auch die nahe gelegene Herz-Jesu-Kirche plante.
Mit ihrer auffälligen blauen Stahlkonstruktion prägt die Brücke das Stadtbild und ist zugleich eine der wichtigsten Querungen für den Fuß- und Radverkehr. Heute ist sie ausschließlich für Fußgängerinnen, Fußgänger und Radfahrende freigegeben und wird täglich von zahlreichen Menschen genutzt. Als denkmalgeschütztes Bauwerk verbindet sie historische Industriearchitektur mit moderner urbaner Mobilität.
Besondere Aufmerksamkeit verdienen die auf der Brücke und in ihrem Umfeld befindlichen Erinnerungsorte. Sie erinnern unter anderem an die Deportation badischer Jüdinnen und Juden sowie an die Freiburger Entwicklungshelfer Bernd Koberstein und Albrecht Pflaum. Dadurch ist die Wiwili-Brücke nicht nur Verkehrsweg, sondern auch ein Ort des Gedenkens und der Stadtgeschichte.
Durch ihre Lage zwischen Hauptbahnhof, Konrad-Adenauer-Platz und Herz-Jesu-Kirche bietet die Brücke interessante Perspektiven auf das Bahnhofsviertel und die umliegenden Stadtteile. Für Architekturinteressierte und Radreisende auf städtischen Routen gehört sie zu den charakteristischen Wahrzeichen Freiburgs.