Anmeldung erforderlich, Wirtschaft, Gesundheit, Wissenschaft
Kongress & Tagung

Freiburger Infektiologie- und Hygienekongress

Das Deutsche Beratungszentrum für Hygiene lädt vom 7. bis 9. Oktober 2026 unter der Schirmherrschaft von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken zum Freiburger Infektiologie- und Hygienekongress nach Freiburg ein. An drei Tagen diskutiert der Kongress mit renommierten Experten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aktuelle Fragen der Krankenhaushygiene und Infektiologie – von Leitlinienarbeit, Surveillance und Prävention bis zur Diagnostik und Versorgungspraxis – und bietet mit Pausen und Industrieausstellung Raum für Austausch. Am Mittwoch stehen Eröffnung, internationale Perspektiven (Hygiene in Entwicklungsprojekten) sowie Updates aus ART, STIKO und KRINKO im Fokus; außerdem werden MRE an der Schnittstelle Tier–Mensch und Lehren aus Ausbrüchen beleuchtet. Der Donnerstag bündelt Studien-Highlights, Anforderungen an die Medizinproduktaufbereitung, Digitalisierung und KI in Hygiene und Antibiotic Stewardship sowie Zukunftsthemen der mikrobiologischen Diagnostik inklusive Pilzdiagnostik und genomischer Surveillance; praxisnahe „Hygiene-im-Einsatz“-Formate aus unterschiedlichen Settings sowie einem spannenden Vortrag über „Was wir vom Körper lernen können“ der bekannten Autorin Dr. Giulia Enders runden den Tag ab. Am Freitag geht es u. a. um 3-MRGN und den Umgang mit ihnen im Klinikalltag, die Zusammenarbeit mit dem Öffentlichen Gesundheitsdienst, Sepsis-Qualitätssicherung, Arbeitsschutz und Gefährdungsanalysen sowie besondere Lagen wie innerklinische Katastrophenmedizin, Luftrettung und Sonderisolierstationen.

Das Deutsche Beratungszentrum für Hygiene lädt vom 7. bis 9. Oktober 2026 unter der Schirmherrschaft von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken zum Freiburger Infektiologie- und Hygienekongress in die historische, badische Metropole an der Dreisam ein. Der Kongress mit renommierten Expertinnen und Experten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, bündelt an drei Tagen zentrale Fragen der Krankenhaushygiene, Infektiologie, Diagnostik und Versorgungspraxis. Das Programm verbindet wissenschaftliche Einordnung, Erfahrungsberichte aus dem Alltag und Diskussionen zu aktuellen Entwicklungen in Leitlinien, Surveillance und Prävention. Neben den Vorträgen bieten Pausen Raum für Austausch und Vernetzung und die begleitende Industrieausstellung Möglichkeiten der Information und für Fragen.

Der Mittwoch startet mit der Eröffnung und Begrüßung durch Dr. Ernst Tabori sowie Grußworten des Gesundheitsministeriums und der Stadt Freiburg, gefolgt von einer Einführung durch den Präsidenten des Robert Koch-Institutes, Prof. Dr. Lars Schaade. Inhaltlich setzt der Vormittag Akzente auf Hygiene in Entwicklungsprojekten und damit auf Rahmenbedingungen, Umsetzung und Herausforderungen jenseits des eigenen Gesundheitssystems. Nach der Mittagspause richtet sich der Blick auf die Arbeit zentraler Fachgremien und deren aktuelle Vorhaben: Themen sind die Vorgehensweisen und Prioritäten der ART, der STIKO und der KRINKO – mit dem Ziel, Transparenz über Entscheidungswege zu schaffen und aufzuzeigen, welche Empfehlungen und Neuerungen in der „Pipeline“ sind. Am späteren Nachmittag stehen multiresistente Erreger im Spannungsfeld zwischen Tier und Mensch sowie ausgewählte Ausbruchsereignisse im Mittelpunkt: Anhand konkreter Beispiele wird diskutiert, was sich aus Ausbrüchen für Prävention, Detektion, Kommunikation und das Management im klinischen Alltag lernen lässt. Der erste Kongresstag klingt gesellig bei einem Get-Together mit Sektempfang in der Industrieausstellung aus, die ab dem späten Vormittag geöffnet ist.

Am Donnerstag rückt zunächst die Literatur- und Studienlage in den Vordergrund: Zwei Beiträge fassen wichtige aktuelle Publikationen aus Hygiene und Infektiologie zusammen und ordnen sie hinsichtlich Relevanz und Übertragbarkeit in die Praxis ein. Anschließend wird die Aufbereitung von Medizinprodukten aus Sicht der Überwachungsbehörde beleuchtet – mit Blick auf Anforderungen, typische Fallstricke und die Schnittstelle zwischen regulatorischen Vorgaben und gelebten Prozessen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Digitalisierung: Es geht um Anwendungen von Daten, Automatisierung und Künstlicher Intelligenz sowohl in der Krankenhaushygiene als auch im Antibiotic Stewardship, inklusive Chancen, Grenzen und Voraussetzungen für belastbare Implementierungen. Nach der Mittagspause nimmt das Programm die diagnostische Zukunft in den Blick – von der Frage, welche Innovationen der mikrobiologischen Diagnostik tatsächlich in der Routine ankommen, bis hin zu Perspektiven und Schwierigkeiten der Pilzdiagnostik. Ergänzend wird die genomische Surveillance diskutiert und bewertet, inwieweit sie für den Alltag „reif“ ist und welche Strukturen, Standards und Schnittstellen dafür notwendig sind.

Der Donnerstagnachmittag ist bewusst praxisnah angelegt: Unter dem Titel „Hygiene im Einsatz“ zeigen mehrere Visiten-Formate, wie Hygienearbeit in unterschiedlichen Settings konkret aussieht – im Krankenhaus, im ambulanten OP-Zentrum, in der Rehaklinik und in der Dialyse. Die Beiträge stellen typische Abläufe, Risiken und pragmatische Lösungen vor und münden in eine gemeinsame Diskussion, in der Erfahrungen verglichen und übertragbare Vorgehensweisen herausgearbeitet werden. Den Kongresstag rundet schließlich ein spannender Abendvortrag („Organisch – was wir vom Körper lernen können“) der bekannten Autorin Dr. Giulia Enders („Darm mit Charme“) ab.

Der Freitag fokussiert besonders auf die Herausforderungen durch multiresistente gramnegative Erreger. Nach einem einleitenden Überblick („3 MRGN quo vadis?“) folgt eine praxisorientierte Diskussion zum Umgang mit 3-MRGN im Klinikalltag, die Erfahrungen aus der BW-HIP-Gruppe, einem informellen Zusammenschluss zur Infektionsprävention der baden-württembergischen Universitätsklinika, zusammenführt. Im weiteren Verlauf werden Aspekte der Zusammenarbeit mit dem Öffentlichen Gesundheitsdienst thematisiert und die Rolle des ÖGD als Partner bei Ausbruchsmanagement, Beratung und Koordination eingeordnet. Zudem informiert das Programm über den aktuellen Stand der gesetzlichen Qualitätssicherung in der Sepsisversorgung und schlägt damit die Brücke zwischen Infektiologie, Qualitätsmanagement und Versorgungsrealität. Ergänzend geht es um Arbeitsschutz und Gefährdungsanalysen – mit der Frage, wie aus abstrakten Vorgaben ein wirksamer, gelebter Personalschutz entsteht.

Zum Abschluss richtet sich der Blick auf besondere Einsatz- und Ausnahmesituationen: Beiträge zur innerklinischen Katastrophenmedizin beleuchten den Stand zwischen Alarmplanung, ethischen Fragen und hygienischer Umsetzbarkeit. Weitere Themen greifen Hygiene in der Luftrettung sowie die Anforderungen und Erfahrungen auf Sonderisolierstationen auf. Damit schließt der Kongress mit einem Ausblick auf robuste Strukturen und praktikable Konzepte für den Regelbetrieb ebenso wie für die besonderen Lagen und die Resilienz des Gesundheitswesens, bevor die Veranstaltung am Nachmittag endet.

Zur Veranstaltungswebseite

Termine

  • Mittwoch, 07.10.2026 11:00 - 19:30 Uhr
  • Donnerstag, 08.10.2026 09:00 - 19:30 Uhr
  • Freitag, 09.10.2026 08:30 - 15:30 Uhr

Preis

Anmeldung bis 17.07.2026
Tagespreis € 175,00 - 2 bzw. 3 Tage € 340,00
Anmeldung ab 18.07.2026
Tagespreis € 200,00 - 2 bzw. 3 Tage € 390,00

Anmeldeschluss ist der 25.09.2026

  • ab:175 €
  • bis:390 €

Veranstaltungsort

Konzerthaus Freiburg
Konrad-Adenauer-Platz 1,
79098 Freiburg im Breisgau
  • barrierefrei (nach DIN 18040)
  • wetterunabhängig

Veranstalter

BZH GmbH - Deutsches Beratungszentrum für Hygiene
Schnewlinstraße 4,
79098 Freiburg

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