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Ida Dehmel, geborene Coblenz, geschiedene Auerbach, wird heute als wichtige Feministin, Mäzenin, Kunst- und Frauenrechtsförderin der Moderne angesehen. In dem Vortrag wird eine Persönlichkeit vorgestellt, die es hervorragend verstand, Künstler:innen, Literat:innen und Kunstförder:innen miteinander zu vernetzen. Im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts hatte sie im Tiergartenviertel einen beachtenswerten Salon geführt. In kürzester Zeit etablierte sie dort einen Diskussionsraum für noch nicht etablierte Künstler:innen und Schriftsteller:innen, zu denen unter anderem Edvard Munch, Julie Wolfthorn, Dagny Juel und Stanislaw Przybyszewski zählten. Sie war für die Gründung zahlreicher Frauenvereinigungen verantwortlich und gründete 1926 die GEDOK. Darüber hinaus war sie als Archivarin, Schriftstellerin und Kunsthandwerkerin tätig. In dem Vortrag werden zahlreiche Fotografien von Isi, wie sie liebevoll von ihrem zweiten Ehemann Richard Dehmel genannt wurde gezeigt, die das Bild einer imposanten Erscheinung vermitteln. Beschreibungen der Zeitgenossen wie Alfred Kerr, Harry Graf Kessler, Gustav Schiefler oder Julius Meier-Graefe runden das Bild von Ida mit kritischen Positionierungen ab.
Hannelore Paflik-Huber ist Kunstwissenschaftlerin, Autorin und Kuratorin. Ihre Forschungsgebiete sind Feministische Kunstwissenschaft, Analysen zu Zeitaspekten in der Gegenwartskunst, aktuelle Fragestellungen der Ästhetik in der europäischen und japanischen Kunst und Architektur. Sie ist Mitbegründerin der Zeitschrift FrauenKunstWissenschaft. Von 2004 bis 2021 war sie erste Vorsitzende des Künstlerhauses Stuttgart. Von 1992 bis 2024 arbeitete sie als Dozentin für zeitgenössische Kunst, Videokunst und Ästhetik an verschiedenen Universitäten und Kunstakademien. 2024 wurde ihr von Ministerpäsident Winfried Kretschmann die Staufermedaille in Würdigung ihrer vielfältigen Verdienste um Kunst und Kultur verliehen.