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Neue Perspektiven auf die Geschichte der Säkularisierung in Frankreich und Deutschland
Frankreich gilt als eines der säkularsten Länder in Europa. Diese Tatsache wird oft mit dem republikanischen Prinzip der laïcité in Verbindung gebracht, das in erbitterten Kulturkämpfen gegen die Vorherrschaft des Katholizismus erkämpft wurde und seit 1905 in Frankreich eine strikte Trennung von Staat und Kirchen vorschreibt. Neuere Studien relativieren jedoch die Vorstellung eines französischen religionspolitischen Sonderwegs. Auch in Deutschland ist die Entstehung des Rechtsstaates eng mit der Idee von Säkularität verbunden; auch hierzulande konkurrieren schon seit dem 19. Jahrhundert verschiedene Bedeutungsebenen von Säkularität als universellem Prinzip, als Rechtsnorm bzw. als politischem Programm miteinander. Der Vortrag behandelt anhand von Beispielen Widersprüche und Spannungen zwischen den unterschiedlichen Begriffsverständnissen und argumentiert, dass sich die heutige Debatte um Religion, Identität und Neutralität nicht ohne ihr historisches Fundament verstehen lässt.
Kursnummer: 261100435