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Von den Ambivalenzen des deutschen Liberalismus zu den Widersprüchen „korrekter“ Erinnerung
Die Geschichte des Denkmals für den Freiburger Historiker und badischen Liberalen Karl von Rotteck, einen der bekanntesten politischen Professoren Deutschlands vor der Revolution 1848/49, fasst wie unter einem Brennglas gleich mehrere Zeitschichten zusammen. Denn der mehrfache Wechsel der Aufstellungsorte des Denkmals in Freiburg verweist auf die Geschichte des Liberalismus nach 1815, auf die politische Kultur des deutschen Vormärz und auf den Umgang mit politischer Opposition in der lokalen Erinnerung nach 1848/49, aber ebenso auf unseren heutigen Umgang mit den Erbschaften des frühen 19. Jahrhunderts. Was der Zusammenhang aus umstrittener Erinnerung und kontrovers diskutierter „Denkmalwürdigkeit“ über unseren eigenen Umgang mit der Geschichte und ihrem Erbe sagt, enthüllt die Geschichte des Rotteck-Denkmals in geradezu paradigmatischer Weise.
Kursnummer: 252100439