Vortrag, Lesung & Gespräch, Sonstige
Mythos 1776
Buchvorstellung & Gespräch mit Hiram Kümper, Universität Mannheim | Im Rahmen der Reihe "Zwischen/Zeiten: 250 Jahre USA"
„Life, Liberty and the pursuit of Happiness“ – dieser Dreiklang von 1776 sind das geheiligte Fundament der heutigen Supermacht USA. Doch im Jahr 2026 klingen sie in einer innerlich zerrissenen Nation oft nur noch wie ein fernes Echo. Während Donald Trump den Mythos vom amerikanischen Freiheitsstreben für eine radikale Neuordnung der Macht in Washington instrumentalisiert, stellt der Historiker Hiram Kümper sich – und uns allen – die unbequeme Frage: Ging es den Gründervätern wirklich um universelle Menschenrechte – oder schlicht um den Zugang zu Macht und „Fleischtöpfen“? Kümper blickt hinter das hochglänzend polierte Heldenepos weißer Männer und seziert ein Politikverständnis, das seinen „Way of Life“ global exportierte, während es im Inneren Millionen versklavte Schwarze und Indigene systematisch exkludierte. Gemeinsam mit dem auch aus dem Fernsehen bekannten Mannheimer Geschichtsprofessor und seinem Sachbuch „Mythos 1776“ beleuchten wir die dunkle Kehrseite des US-Selbstbewusstseins: Wer zahlte wirklich den bitteren Preis für den Aufstieg dieses „Power Players“? Wir widmen uns den Paradoxien einer ikonischen Gründungsgeschichte, die bis heute politische Extreme befeuert – und wir machen dabei jene sichtbar, die in der offiziellen Erzählung allzu oft vergessen wurden.
In Kooperation mit Colloquium politicum & Landeszentrale für politische Bildung
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