Ausstellung: „Sicher, oder?“ - Wanderausstellung zum Thema Sicherheitsforschung, Krisenvorsorge und Katastrophenmanagement
Stromausfall, Hochwasser oder ein Unfall zu Hause: Krisen können jederzeit und überall auftreten und lassen sich nicht immer vermeiden. Die neue Ausstellung „Sicher, oder?“ ist bis zum 15. September im EG der UB zu sehen und widmet sich der Frage, wie wir als Individuen, aber auch als Gesellschaft mit solchen Ausnahmesituationen umgehen können.
Die Ausstellung zeigt an interaktiven Stationen, wie wir uns auf Katastrophen und Krisen vorbereiten können und was wir währenddessen und danach tun können. Besucher*innen tauchen dabei in unterschiedliche Szenarien ein und lernen unter anderem spielerisch, Situationen richtig einzuschätzen, Informationen weiterzugeben, gemeinsam Entscheidungen zu treffen und selbst vorzusorgen.
An den interaktiven Stationen erkunden die Besucher*innen zum Beispiel, wie Informationen in ein Lagebild eingespeist, bewertet und weitergegeben werden. Außerdem loten sie aus, wie sich die Kommunikation verändert, wenn sie unter Zeitdruck geschieht oder mit unvollständigen Informationen und unerwarteten Hindernissen konfrontiert ist. Die Ausstellung macht deutlich, dass Krisen komplex, dynamisch und vielschichtig sind und sie unterstreicht die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Einsatzkräften, Behörden, Wissenschaft, privaten Organisationen und Bürger*innen. Die Fähigkeit, mit Krisen umzugehen, entsteht nicht allein durch technische Innovationen, sondern durch gemeinsames Handeln, Wissenstransfer und eine aktive Auseinandersetzung mit zukünftigen Risiken. Die Ausstellung lädt dazu ein, sich mit den Herausforderungen wachsender Naturgefahren und anderer Krisenszenarien auseinanderzusetzen und die eigene Rolle in Vorbereitung, Reaktion und Wiederaufbau spielerisch zu reflektieren.
Dazu erklärt die Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, Dorothee Bär: „Nur eine informierte Bevölkerung kann resilient auf Krisen reagieren. Die Ausstellung schafft genau dieses Fundament. Sie zeigt, dass Sicherheitsforschung keine abstrakte Wissenschaft ist, sondern konkrete Lösungen für den Alltag schafft und unser aller Leben sicherer macht. Das schafft Vertrauen und stärkt unsere gesellschaftliche Widerstandsfähigkeit.“
Die Exponate sind von Projekten aus Modellregionen Deutschlands inspiriert, die im Rahmen des vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) geförderten Programms zur Sicherheitsforschung (Sifo.de) entstehen. Über einen Zeitraum von vier Jahren erproben die ausgewählten Kommunen gemeinsam mit ihren Projektpartnern die entwickelten Lösungen unter realen Bedingungen. Dabei prüfen sie, wie praxistauglich die Ansätze sind, passen sie bei Bedarf an und entwickeln sie weiter. Ziel ist es, die Innovationen dauerhaft in der kommunalen Krisenvorbereitung und -bewältigung zu verankern. Der Austausch mit Bürger*innen spielt dabei eine zentrale Rolle.
Ein wissenschaftliches Begleitprojekt, BeLIFE, reflektiert unabhängig Chancen und Herausforderungen in der Vorhabenumsetzung und macht sie überregional sichtbar. Die Ausstellung „Sicher, oder?“ ist Teil dieses Begleitprojekts und bringt das Thema Sicherheitsforschung als Wanderausstellung in verschiedene Städte in ganz Deutschland. Stationen sind neben Freiburg unter anderem Bielefeld, Braunschweig, Hamburg, Bremerhaven, Dortmund und Berlin.
Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) fördert die Ausstellung mit seinem Programm zur Sicherheitsforschung (Sifo.de). Die gemeinnützige Organisation IMAGINARY hat die Ausstellung „Sicher, oder?” im Rahmen von BeLIFE konzipiert. Alle Exponate der Ausstellung stehen unter offenen Lizenzen zur Verfügung.