Vortrag, Lesung & Gespräch
Vortrag & Gespräch: Marina Weisband - Die neue Schule der Demokratie
Marina Weisband erklärt eindringlich und überzeugend, warum Demokratie kein Luxus sein darf. Sie muss Grundlage von allem sein – in unseren Schulen und in unserer Gesellschaft.
Demokratie ist kein Surplus. Sie muss Grundlage von allem sein – in unseren Schulen und in unserer Gesellschaft.
Marina Weisband ist überzeugt, dass Demokratie gelernt werden muss. Sie nur zu wollen reicht nicht aus. Mit Demokratieförderung kann nicht früh genug begonnen werden; deshalb geht sie in Schulen und arbeitet in Projekten mit Kindern und Jugendlichen. Schulen haben hier eine große Verantwortung, der sie zu oft nicht gerecht werden. Sie müssen Gestaltungsspielräume bieten. Häufig werden Jugendliche nicht selbstständig und geraten in einen Zustand erlernter Hilflosigkeit – den sie auch als Erwachsene nicht mehr loswerden. Das wiederum ist ein ideales Einfallstor für Extremismus und Populismus. Demokratie will immer wieder neu erkämpft und gelebt werden; sie ist kein Naturzustand, keine Selbstverständlichkeit. Wenn wir das ernst nehmen, müssen wir Jugendliche befähigen, mündige Mitglieder der Gesellschaft zu werden, um diese zu gestalten.
Marina Weisband ist Diplom-Psychologin. Von einer unpolitischen Schülerin ist sie zu einer politisch engagierten Studentin geworden. Sie weiß, wie wichtig es ist, jungen Menschen politische Partizipation nahezubringen und zu ermöglichen. Sie war politische Geschäftsführerin der Piratenpartei und engagiert sich nun bei den Grünen in den Bereichen Digitalisierung und Bildung. Seit 2014 leitet sie hauptberuflich das Schülerbeteiligungsprojekt „aula“ – ein Konzept zur politischen Bildung und liquid-demokratischen Beteiligung von Jugendlichen an den Regeln und Angelegenheiten ihrer Schulen und außerschulischen Organisationen.
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