Event-Tipp, Wissenschaft
Vortrag, Lesung & Gespräch

Friederike Landau Donnelly: Wessen Stadt[Bild]? Ein konfliktfreudiges Plädoyer für queer-feministische Stadtpolitik & -praxis

Die Debatte um das „Stadtbild“, die Bundeskanzler Friedrich Merz im Oktober 2025 jährt sich zum ersten Mal - die fremden- und migrationsfeindliche Aussage hat seitdem eine beeindruckende Gegenmobilisierung, beispielsweise durch öffentliche Proteste und die Petition „Wir sind die Töchter“ der Aktivistin Cesy Leonard, Gründer von „Radikale Töchter“, hervorgerufen. Anknüpfend an den aufgeladenen Begriff des „Stadtbildes“ entwerfe ich als Stadtgeografin, Konfliktforscherin und auch als aktiv engagierte „Radikale Tochter“ mithilfe von politik- und raumtheoretischen Reflexionen ein „anderes“ Stadtbild bzw. eine Vision von inklusiver Stadtpolitik und -praxis, die Differenzen wertschätzt und Raum für Konflikte ermöglicht.

Dr. Friederike Landau-Donnelly (*1989, sie/they) ist intersektionale Politikwissenschaftlerin, Stadtsoziologin und Kulturgeografin. Sie ist derzeit Gastprofessorin für Sozial- und Kulturgeographie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Weiterhin arbeitet sie an einer Monografie über konfliktuelle Museen in Kanada und Indien. Friederike schreibt über künstlerischen und affektiven Aktivismus, Raumtheorie, Kunst im öffentlichen Raum und umstrittene Kulturpolitik. Dr. Landau-Donnelly ist Mitherausgeberin des Handbuchs Kulturpolitik (2024), Konfliktuelle Kulturpolitik (2023) und [Un]Grounding – Post-Foundational Geographies (2021) sowie Autorin von Agonistic Articulations in the „Creative” City – On New Actors and Activism in Berlin’s Cultural Politics (2019) und veröffentlicht Gedichte unter #PoeticAcademic: friederikelandau.com/poeticacademic/.

Ein Jahr nach Merz' Äußerung zum Stadtbild nimmt die Young Academy for Cultures and Societies Research (YAC) am FRIAS den Begriff kritisch in den Blick. Unter dem Motto „Unser Stadtbild – Our Stadtbild“ bringt das zweitägige Symposium am 1. und 2. Oktober Vertreter:innen aus Wissenschaft, Kunst, Stadtplanung und Philosophie mit der Freiburger Öffentlichkeit ins Gespräch. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach Sichtbarkeit, Rassismus und Ästhetik im urbanen Raum – und danach, wie wir Städte offen, vielfältig und lebenswert gestalten können.

Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten und ist kostenfrei. Um die Teilnehmendenzahl besser einschätzen zu können bitten wir um Registrierung über den Link auf der Veranstaltungsseite.

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Termine

  • Heute, 02.10.2026 09:15 - 10:30 Uhr

Preis

  • kostenfrei

Veranstaltungsort

Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS)
Albertstraße 19,
79104 Freiburg

Veranstalter

Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS) der Universität Freiburg
Albertstraße 19,
79098 Freiburg